UPDATE: Aktuelle Hinweise zur Diagnostik auf SARS-CoV-2

 

 

27.03.2020: Aktueller wissenschaftlicher Stand zur COVID-19-Erkrankung

>> Fachinformation: LaborAktuell - COVID-19-Erkrankung bei Erwachsenen

>> Fachinformation: LaborAktuell - COVID-19-Erkrankung bei Neugeborenen und Kindern

>> Fachinformation: LaborAktuell - COVID-19-Erkrankung bei Schwangeren



26.03.2020: Serologische Diagnostik auf SARS-CoV-2

In den letzten Tagen wurden vermehrt Rückfragen zu sogenannten Antikörper-Schnelltesten zum Nachweis einer Infektion mit dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2 an uns herangetragen. Verschiedene Anbieter werben damit, dass es sich um eine `preisgünstige und schnelle Alternative zur PCR´ handle, deren Ergebnisse derzeit wegen der begrenzten Testkapazitäten leider oft erst mit mehrtägiger Verzögerung vorliegen.


BEWERTUNG

Dass wir dringend Antikörperteste für SARS-CoV-2 brauchen ist unbestritten. Sie haben in der Erforschung der Epidemiologie ebenso wie zur Diagnostik in Ergänzung zur PCR absolut ihre Berechtigung. - Ein Analysenschnelltest stellt jedoch keine Alternative zur PCR-Diagnostik zum Nachweis akuter Infektion mit SARS-CoV-2 dar.

Das MVZ Labor Ravensburg arbeitet mit Hochdruck an der Erweiterung der Testkapazität für die PCR. Dabei sind wir jedoch - wie Sie in der klinischen Versorgung auch - auf die Zulieferung von Verbrauchsmaterialien, Reagenzien und Geräten angewiesen.


AUSBLICK: SEROLOGISCHE IMMUNOASSAYS BALD VERFÜGBAR

Qualitätskontrollierte Immunoassays für die Bestimmung von Antikörpern gegen SARS-CoV-2 wurden kürzlich in Deutschland zugelassen und befinden sich derzeit in der Validation. Wir werden Sie umgehend informieren, sobald die Teste in unserem Labor verfügbar sind. Es wird jedoch sicherlich auch hier begrenzte Lieferkapazitäten der Hersteller geben.

>> Download der Laborinformation vom 26.03.2020

 

 

18.03.2020: Aktuelle Laborinformation

Durch den Aufbau zahlreicher Spezialambulanzen und Testzentren zur Versorgung und Abklärung von Patienten mit Verdacht auf COVID-19 ist der Bedarf an Labordiagnostik auf SARS-CoV-2 massiv gestiegen. Die täglichen Testkapazitäten der Labore sind jedoch limitiert und die Verfügbarkeit von Abstrichtupfern ist aufgrund unterbrochener Lieferketten massiv eingeschränkt.

BITTE BEACHTEN SIE BEI DER LABORDIAGNOSTIK

  • Senden Sie nur EINEN Abstrich (trockener Abstrichtupfer) pro Patient ein! Ein Rachenabstrich aus dem hinteren Nasenrachen ist zu bevorzugen.
  • Bei stationären oder schwer kranken Patienten sind Sekrete aus den tiefen Atemwegen das Material der Wahl, z.B. Sputum, Bronchialsekret etc.


INDIKATIONSSTELLUNG ZUR LABORDIAGNOSTIK

  • Die diagnostische Abklärung von Verdachtspatienten sollte fokussiert werden auf schwer kranke und stationäre Patienten sowie auf Erkrankte mit Risikofaktoren, wie Immunsupprimierte.
  • Proben von stationären Patienten aus Kliniken sowie Risikopatienten (bitte auf der Anforderung vermerken!) werden bei der Diagnostik bevorzugt bearbeitet.


WIR BITTEN DRINGEND UM IHRE MITHILFE

Aufgrund der massiven Lieferengpässen bei Abstrichtupfern bitten wir Sie:

Senden Sie uns Abstrichtupfer jeder Art zurück, die Sie in Ihren Praxen nicht benötigen, damit wir sie an diejenigen Stellen mit dringendem Bedarf weiterleiten können! - Beschriften Sie Ihr Päckchen an das MVZ Labor Ravensburg (z.Hd. Einsenderbetreuung, Elisabethenstr. 11, 88212 Ravensburg) und geben es zeitnah Ihrem Laborfahrer mit.


BEFUNDERSTELLUNG

Wir bemühen uns mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln, so zeitnah wie möglich die Befunde zu erstellen. Insbesondere bei ambulanten Patienten lassen sich jedoch verlängerte Befundlaufzeiten über 2 Tage hinaus nicht vermeiden.

Wir bitten Sie, von telefonischen Nachfragen abzusehen. Alle Befunde werden umgehend nach Fertigstellung per Fax mitgeteilt.

>> Download der Laborinformation vom 18.03.2020

 

 

02.03.2020: Informationen des Gesundheitsamt Ravensburg

Aufgrund der Vielzahl an Anforderungen und Fragen zur Diagnostik auf SARS-CoV-2 sowohl bei symptomatischen Patienten als auch bei klinisch gesunden Personen mit der Sorge einer stattgehabten Infektion, ist es sinnvoll die diagnostischen Ressourcen zu bündeln und eine Priorisierung der Diagnostik in Bezug auf die Schwere des Krankheitsbildes zu empfehlen.

Bitte beachten Sie daher die folgenden Informationen des Gesundheitsamts Ravensburg (Dr. Föll, 02.03.20):

„…Wir Ärztinnen und Ärzte sind durch unsere Tätigkeit und unseren Beruf gewohnt, Prioritäten zu setzen. Bei der momentan herausfordernden Situation sind Ihnen vielleicht ein paar unserer Überlegungen hilfreich.

Für das Gesundheitsamt hat die Versorgung schwer kranker Menschen Vorrang. Es muss unser aller Anliegen sein, hier die Kapazitäten auch in den Kliniken für deren Versorgung zu schützen. Niedergelassene Kolleginnen und Kollegen tragen hier eine große Verantwortung, der sie in der Vergangenheit vielfältig gerecht geworden sind. Ich erinnere an die Problematik der Versorgung geflüchteter Menschen oder die Grippesaison 2017/18.

Konkret bedeutet dies, dass wir das Labor in seinem Priorisierungskonzept unterstützen. Kranke, erst recht Schwerkranke oder Krankenhausbehandlungsbedürftige haben Vorrang. Bitte beachten Sie strikt die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts für die Verdachtsabklärung. Hier ist eine Untersuchung Asymptomatischer – bei allem Verständnis für die Betroffenen, es „abklären“ zu lassen – nicht vorgesehen. Es ergibt darüber hinaus (außer in extremen Sonderfällen) auch fachlich keinen Sinn."

Für Rückfragen steht Ihnen das Gesundheitsamt unter der Telefonnummer 0751 85-5050 zur Verfügung.

 

Bitte beachten Sie auch den Beschluss des Bewertungsausschusses zur Änderung des EBM mit Wirkung zum 28.02.2020: Ein Nukleinsäurenachweis auf SARS-CoV-2 kann nur einmal am Behandlungstag abgerechnet werden. Die Untersuchungsindikation sollte unter Berücksichtigung der Kriterien des RKI nach ärztlichem Ermessen gestellt werden.

 

Weiterführende Informationen

>> Download der Laborinformation vom 28.02.2020: Diagnostik und Probennahme auf SARS-CoV-2

>> Flussdiagramm des RKI zur Verdachtsabklärung von COVID-Fällen

>> Informationstelefon für Patienten

>> Pressemitteilung der DGKL zum "solidarischen Umgang mit Ressourcen" vom 26.03.2020

>> Pressemitteilung der A.L.M. zum "ressourcenorientierten Einsatz der Coronavirus-Tests" vom 26.03.2020