Hygiene

Hygienische Überprüfung der Krankenhauswäsche

Vorbemerkungen

  • Kontrolle sollte halbjährlich unangemeldet erfolgen.
  • Prüfung sollte nur erfolgen, wenn die Waschmaschine einwand- und störungsfrei arbeitet (da sehr hoher Arbeits- und Zeitaufwand, z.B. vorher Überprüfung des Kontrollbuches für die technischen Routinekontrollen).


     

Wirksamkeit des desinfizierenden Waschverfahrens

Die Lieferung der Prüfkörper muß so abgestimmt sein, dass die Haltbarkeit nicht überschritten (30 Tage bei 3-7°C) wird und die planmäßige Durchführung von Prüfung und Rücksendung gewährleistet ist.

 

  • mit Enterococcus faecium kontaminierte Baumwollkeimträger (insgesamt 10 Säckchen) werden der Schmutzwäsche beigegeben.
  • vor dem Trocknen der Wäsche Säckchen mit Einweghandschuhen und steriler Pinzette entnehmen und in die mitgeschickten Transportbeutel geben, Säckchen dürfen nicht geöffnet werden.
  • die Transportkontrolle unbenutzt zurückschicken.

Ergebnis: bei allen Proben muß eine Keimreduktion um mindestens 5 Log-Stufen stattgefunden haben.

Stichprobenartige Kontrolle der Frischwäsche

Dient der Erfassung möglicher Kontaminationen bei Transport und Lagerung (Kontrolle der frischen Wäsche vor Auslieferung).

  • Kontrolle von mindestens 10 Wäschestücken je Maschine unter Berücksichtigung der verschiedenen anfallenden Wäschestücke, davon mindestens 1/3 aus dem Nahtbereich der Wäschestücke.
  • Agaroberfläche mit leichtem Druck auf die frisch gewaschene Wäsche drücken (Wäschestück muß größer als die Oberfläche des Agars sein).

Ergebnis: 9 von 10 Abklatsche dürfen nicht mehr als 20 KBE/100cm² aufweisen

Entnahme von Wasserproben aus der Spülphase

Überprüfung einer möglichen Rekontamination durch Spül- und Abtropfwasser

 

  • sterile Entnahme von 250 ml Flottenwasser mit einem sterilen Meßbecher am Ende der Waschphase vor Beendigung der Waschhaltezeit und Überführung in die Flasche.
  • sofortiges Abkühlen unter kaltem Wasser und schnellstmöglicher Transport unter Kühlung ins Labor.

Ergebnis: Eingesetzte Testkeime (E. faecium) dürfen auch in Anreicherungsbouillon nicht nachweisbar sein; Gesamtkeimzahl < 200 KBE/ml.

 

Umgebungsuntersuchungen

Untersuchung von Flächen, die mit der Wäsche in Kontakt kommen (Handflächen, Schutzkittel, etc.), mittels Abklatschen und Abstrichen.

 

Für weiterführende Informationen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.