Hygiene

Reinigungs-Desinfektionsgeräte (RDG's)

Seit Herbst 2009 sind zur Überprüfung von Reinigungs-Desinfektionsgeräten (RDG’s) mit thermischer Desinfektion für chirurgische Instrumente,  Container, Anaesthesiegeräte, Gefäße, Utensilien, Glasgeräte u.ä. eine Validierung bzw. eine erneute, jährlich einmal durchzuführende Leistungsbeurteilung vorgeschrieben. Hierbei sind ausschließlich physikalische Prüfverfahren anzuwenden; die Details hierzu sind in den DIN EN ISO Normen 15883-1 und -2 festgelegt. Es empfiehlt sich, die Leistungsbeurteilung mit der jährlichen Wartung zusammenzulegen.
Sollten Sie dennoch eine mikrobiologische Prüfung wünschen, führen wir sie auf Wunsch nach wie vor aus. Die Prüfkörper sind unter der Tel. Nr. 0751/502-232 anzufordern. In jedem Fall ist eine Transportkontrolle mitzuführen. Eine derartige Prüfung befreit jedoch nicht von der Pflicht, das Gerät durch eine Validierung bzw. Leistungsbeurteilung qualifizieren zu lassen.


Eine kurze Anleitung finden Sie untenstehend:

Durchführung: Anmerkungen

  • das Prüfset besteht aus 20 Schrauben, kontaminiert mit Hammelblut und Enterococcus faecium, außerdem aus 1 Transportkontrolle.
  • die Lieferung der Prüfkörper muß so abgestimmt sein, dass die Haltbarkeit nicht überschritten wird (14 Tage bei 3-7°C) und die planmäßige Durchführung und Rücksendung gewährleistet ist, deshalb bitte vorher telefonische Kontaktaufnahme.
  • falls verschiedene Programme zu prüfen sind, bitte entsprechend mehr Prüfsets anfordern.
  • den Anforderungsbogen für RDG bitte vollständig ausfüllen.
  • werden Prüfsets für mehrere RDG oder verschiedene Programme am gleichen Tag durchgeführt, ist nur eine Transportkontrolle erforderlich.

Testung

  • die Maschine muß bestimmungsgemäß voll beschickt sein.
  • die 20 Prüfkörper werden in eine Siebschale zwischen die Instrumente gelegt, um praxisnahe Verhältnisse zu simulieren. Keinesfalls sollten alle Prüfkörper gemeinsam in einem Einsatz in die Maschine gegeben werden.
  • Dokumentation der einzelnen Positionen der Prüfkörper, um gegebenenfalls lokale Schwachstellen zu erkennen.
  • nach Programmschluß werden die Prüfkörper einzeln mit je einer sterilen Pinzette oder mit jeweils erneut abgeflammter Pinzette entnommen und in die gekennzeichneten Leerröhrchen gegeben.

Ergebnis

  • Es muß mindestens eine Keimreduktion um 5 Log-Stufen nachgewiesen werden, Ausgangsbasis ist die Koloniezahl der Transportkontrolle. Es darf ein Prüfkörper (5%) zu beanstanden sein. Wachstum bei den Prüfkörpern weist auf schlechte Reinigungs- und mangelnde Desinfektionsleistung.
  • Bei ungenügenden Ergebnissen ist die Prüfung, ggf. nach technischer Überprüfung, zu wiederholen.