EBM-Änderungen ab 1. April 2018

Laborreform mit Änderungen von Wirtschaftlichkeitsbonus und Ausnahmekennziffern:

Zum 1. April 2018 trat eine EBM-Änderung im Laborbereich in Kraft treten, die in erster Linie den Wirtschaftlichkeitsbonus und die Ausnahmekennziffern betrifft. Hierzu möchten wir Sie mit nachstehenden Informationen sowie im linken Menü zu findende >> Download-Dokumente informieren.

Wirtschaftlichkeitsbonus und Laborkosten - Neue Berechnung ab 1. April 2018:

Zukünftig entscheiden die durchschnittlichen Laborkosten einer Arztpraxis pro Behandlungsfall in Relation zu den für die jeweilige Arztgruppe festgelegten arztgruppenspezifischen Grenzwerten über die Auszahlung des Wirtschaftlichkeitsbonus. Zu den Laborkosten zählen alle Laboruntersuchungen, die über das Praxislabor, die Laborgemeinschaft und das Facharztlabor erbracht werden. Laboruntersuchungen, die durch Kennziffern ausgenommen sind, werden bei der Berechnung dieser durchschnittlichen Laborkosten nicht berücksichtigt.

>> Zum Budget-Rechner

Ausnahmekennziffern - Neu ab 1. April 2018:

Der Inhalt der Ausnahmekennziffern wurde neu gestaltet. Im Gegensatz zu der bisherigen Regelung sind die Ausnahmekennziffern zukünftig mit definierten Laboruntersuchungen gekoppelt. Diese Laboruntersuchungen bleiben bei der Berechnung der Laborkosten pro Behandlungsfall unberücksichtigt. Es sollten daher auch alle zum Behandlungsfall möglichen Ausnahmekennziffern in der Abrechnung angegeben werden, damit auch die zugehörigen Laboruntersuchungen von den Praxislaborkosten ausgenommen sind.

Wichtig:

  • Es können mehrere Ausnahmekennziffern pro Behandlungsfall angegeben werden, diese werden in Ihrer Praxissoftware (AIS = Arztinformationssystem) dokumentiert.
  • Die Übermittlung der Ausnahmekennziffer an das Labor entfällt. Die Ausnahmekennziffern sind zukünftig nicht mehr auf dem „Laborschein“ (Muster 10, Muster 10A) anzugeben und dürfen nicht mehr vom Labor der KV gemeldet werden.
  • Ihre Arztpraxis überträgt die im AIS erfassten Ausnahmekennziffern bei der Quartalsabrechnung direkt an die KV.
  • Eine Regressgefahr für Ihre Praxis besteht nach wie vor nicht. Der Wirtschaftlichkeitsbonus kann wie bisher auf minimal EUR 0,00 sinken.

Die KV führt die Praxisabrechnungsdaten/Ausnahmekennziffern mit den von der Praxis verursachten Laborkosten zusammen und setzt diese in Relation zu den arztgruppenspezifischen Grenzwerten für die Laborkosten. Danach erfolgt rechnerisch die Bewertung, ob der Wirtschaftlichkeitsbonus voll, anteilig oder nicht gewährt wird.

>> Zur Übersicht der Ausnahmekennziffern

Relevante Behandlungsfälle - Neu ab 1. April 2018:

Neu ist, dass alle Behandlungsfälle, bei denen mindestens eine Versicherten-, Grund- oder Konsiliarpauschale abgerechnet wird (auch die Fälle mit Ausnahmekennziffern) in die Berechnung des Wirtschaftlichkeitsbonus einbezogen werden.