Infektionsserologie


Ärztliche Leitung:

Prof. Dr. med. Nele Wellinghausen

Technische und naturwissenschaftliche Leitung:
Dipl.-Biol. Andrea Götz

In der Abteilung Infektionsserologie werden Antikörper (AK) gegen ein breites Spektrum von Infektionserregern nachgewiesen. Die Infektionsserologie liefert damit indirekte Hinweise auf eine bestehende oder stattgehabte Infektion mit spezifischen Erregern. Sie kommt insbesondere zum Einsatz, um Erreger nachzuweisen, die sich schlecht oder gar nicht kulturell anzüchten lassen, wie z. b. Viren, Chlamydien, Borrelien und Mykoplasmen.

Eine wichtige Aufgabe der Infektionsserologie ist ferner der Nachweis von Infektionen des Zentralnervensystems, wie der Neuroborreliose, der Neurolues und von Virusmeningitiden. Hierzu erfolgt eine Abklärung einer erregerspezifischen intrathekalen AK-Synthese anhand der Bestimmung von Liquor-/Serum-AK-Indices.

Das Methodenspektrum der Infektionsserologie ist vielfältig. Am häufigsten kommen quantitative Immunoassays zum Einsatz. Eine Differenzierung der nachgewiesenen AK in Bezug auf ihre jeweilige Antigenspezifität kann mittels Immunoblotverfahren erfolgen. Hierbei werden zunehmend rekombinante Erregerantigene mit einer hohen Spezifität eingesetzt. AK gegen spezielle Infektionserreger lassen sich ferner mittels Immunfluoreszenztechniken oder Agglutinationstesten nachweisen.

Der Einsatz von leistungsfähigen Analyseautomaten ermöglicht es, dass die meisten Untersuchungsergebnisse bereits einen Tag nach Probeneingang vorliegen. Sind bei auffälligen Befunden jedoch Bestätigungs- und Zusatzteste erforderlich, kann die Befunddauer einige Tage betragen.