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Die Bedeutung der Küchenhygiene ist von zwei Seiten zu betrachten: 
 | Gefahr der Kontamination der Lebensmittel durch Krankheitserreger, die vom Personal stammen.
|  | Gefahr des Hineintragens von Erregern in die Küche durch Lebensmittel |

Deshalb sind folgende Anforderungen zu beachten:

 | Trennung von reinem (z.B. Portionierbereich) und unreinem (z.B. Spülbereich, Gemüseputzraum, Auftauen von rohen tierischen Nahrungsmitteln, Lagerung von Vorprodukten,Abfallbeseitigung) Bereich, sowohl in baulicher als auch personeller Hinsicht.
|  | Reinigung und Desinfektion aller Flächen.
|  | weitgehende Vermeidung von Holz als Oberfläche
|  | Vermeidung von längerem Warmhalten von Speisen bei Temperaturen unter 60°C |


Folgende Untersuchungen werden als Halbjährliche Kontrollen Empfohlen 
 | Abklatschuntersuchungen von Arbeitsflächen nach Reinigung und Desinfektion (z.B. Salatschleuder, Fleischzubereiter, Metalloberfläche, Beistelltisch, Kunststoffoberflächen, Fleischwanne).
|  | Abstrichuntersuchungen in bestimmten Bereichen und an bestimmten Geräten (z.B. Salatschleuder, Fleischwanne).
|  | gezielte Probenentnahme, meist Flüssigkeiten (z.B. Gemüsewaschanlage).
|  | evtl. bakteriologische Untersuchungen bei Personal, z.B. Handabklatsche oder Abstrichuntersuchungen (als Demonstration mit großem erzieherischen Wert). |

Ergebnis:
als Richtwerte gelten: auf den Arbeitsflächen (Tische, Waagen, usw.) max. 400 KBE/dm², in den sauberen Bereichen (z.B. Wurstschneidemaschine) <100 kBE/dm²
wichtig ist weiterhin: kein Nachweis von S. aureus, Listerien, Enterokokken, Enterobakteriaceen einschließlich Salmonellen, Shigellen und Yersinien sowie den "Nonfermentern".

 | bakteriologische Lebensmittelproben (alle Speisen müssen 72 Std. tiefgefroren aufbewahrt werden), Kontrolle halbjährlich empfohlen. |


Periodische Prüfung (halbjährlicher Rhythmus), bzw. außerordentliche Prüfung

 | Abklatschuntersuchung von mindestens 10 gereinigten Spülgutteilen (flache Teller, Teller, Suppenschalen, Tassen und Gläser, Plastik- und Kunststoffgeschirrteile, Mensaplatten). |

Ergebnis: von 10 Abklatschen darf höchstens ein Abklatsch mehr als 50 KBE/dm² aufweisen. 
 | Bestimmung der Koloniezahl in der Reinigerflotte aus dem letzten Flottentank (vor der Frischwasserklarspülung nach mind. 30 min. Betriebszeit mit voller Beladung) |

Entnahme von 100 ml Flottenwasser unter aseptischen Bedingungen (bitte die Verwendung von Aktivchlor mitteilen, damit in den sterilen Probengefäßen der entsprechende Neutralisator zugegeben werden kann). pH-neutrale Einstellung der Probe. Direkt danach Abkühlung der Probe unter fließend kaltem Wasser und gekühlter Transport innerhalb von 24 Stunden in das Labor.
Ergebnis: Richtwert 200 KBE/ml , Warnwert 500 KBE/ml. Schimmelpilze dürfen eine Anzahl von 10 KBE/ml nicht überschreiten. 
 | Bioindikatoren |

Prüfung von mind. 8 RAMS-Bioindikatoren 
- Standardbesteckeinsatz: je ein Bioindikator in ein Fach des Besteckeinsatzes, zusätzlich je 3 Eßlöffel, Gabeln und Messer
- Besteckspülbänder: jeweils mind. 9 Besteckteile auf das Band geben, dazwischen positioniert jeweils 4 Bioindikatoren
- flache Besteckkörbe: mind. 8 Bioindikatoren sind mit je 24 Messern, Gabeln und Löffeln unter praxisgerechten Bedingungen zu spülen

Ergebnis: nur einer von 8 Prüfkörpern darf eine Keimreduzierung um weniger als 5 Log-Stufen aufweisen, diese muß aber mind. 4 Log-Stufen betragen. 

Folgende Untersuchungen werden als jährliche Kontrolle empfohlen: 
 | Abklatschuntersuchungen von 10 hygienerelevanten Spülgutteilen (z.B. Mundränder von Gläsern und Tassen, Schnabeltassen, Löffelrückseiten).
|  | Untersuchung des letzten Spülwassers.
|  | Bioindikatoren Prüfung von mind. 8 RAMS-Bioindikatoren |

Standardbesteckeinsatz: je ein Bioindikator in ein Fach des Besteckeinsatzes, zusätzlich je 3 Eßlöffel, Gabeln und Messer
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