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IGeL - Patienten-Information - OSTEOPOROSEGEFÄHRDUNG





Sehr geehrte Patientin,

etwa ein Drittel aller Frauen entwickelt nach dem Ausbleiben der Regelblutung eine Osteoporose, die oft ab dem 60sten Lebensjahr zu Knochenbrüchen führt.

Es treten gehäuft Wirbelbrüche und Unterarmbrüche auf, später auch Schenkelhalsbrüche. Ein Zeichen für abgelaufene Wirbelbrüche ist die oft auch schleichende Abnahme der Körpergröße und die Bildung eines Rundrückens.

In den letzten Jahren wurden Verfahren entwickelt, mit denen man die gefährdeten Frauen früh erkennen kann. Man fand heraus, dass Frauen, die eine Osteoporose entwickeln, fast immer einen gesteigerten Knochenabbau aufweisen und da der Knochenanbau meist nicht entsprechend gesteigert ist, Knochen verloren geht.

Abbauprodukte des Knochens kann man seit einigen Jahren zuverlässig messen, es handelt sich um die sogenannten "Crosslaps" (Abbaumarker). Diese Verbindungen vernetzen die Fasern der Knochengrundsubstanz. Bei gesteigertem Knochenabbau findet man erhöhte Werte dieser Abbaumarker. Die Untersuchung ist einfach, man benötigt zur Bestimmung nur ein Röhrchen Blut morgens nüchtern, Blutentnahme zwischen 8.00 und 8.30 Uhr (von Bedeutung, da starke Abhängigkeit von der Tageszeit). Bevorzugt sollten Sie diese Untersuchung in der Zeit von Januar bis März machen lassen, da hier der Knochenabbau durch zu geringe Versorgung mit Vitamin D am höchsten ist.

Am wichtigsten ist die Bestimmung der Abbaumarker 2-5 Jahre nach der letzten Regelblutung, die Untersuchung kann aber auch in späteren Jahren noch sinnvoll durchgeführt werden, gibt es doch seit kurzem schonende und wirksame Behandlungsmöglichkeiten des gesteigerten Knochenabbaus.

Leider trägt die Krankenkasse diese Untersuchung nicht als Vorsorgeleistung. Sie können diese Leistung jedoch als Individuelle Gesundheitsleistung bei Ihrem Arzt auf eigene Kosten durchführen lassen.

Falls Sie weitere Fragen zur Osteoporose haben, berät Ihr Arzt Sie gerne und kann über den Preis für die Untersuchung und die evtl. notwendigen weiteren Schritte (Hormonersatz, Ernährung, Calcium, Vitamin D und andere Präparate) Auskunft geben.

Eine Osteoporose kann heute weitgehend vermieden werden, wenn ein gesteigerter Knochenabbau früh erkannt wird!