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IGeL - Patienten-Information IMMUNSTATUS



Liebe Patientin, lieber Patient,

 

das Abwehrsystem des menschlichen Organismus hat sich durch die Evolution außerordentlich kompliziert entwickelt und eine hohe Funktionssicherheit erlangt. Um diese wirkungsvolle Verteidigung gegen Eindringlinge aufrechtzuerhalten und auch ständig gegenüber neuen Angreifern angepasst zu sein, hat der Körper unterschiedlich funktionierende Systeme geschaffen. Es existiert eine so genannte "zelluläre Abwehr" in Form von Abwehrzellen. Diesen werden unterschiedlichste Aufgaben zugeordnet.

Eine weitere wichtige Barriere stellt das "nichtzelluläre System" dar, welches aus den unterschiedlichsten Eiweißstoffen besteht und die so genannte Immunabwehr bildet. Innerhalb dieser Systeme lassen sich eine unspezifische und eine spezifische Abwehr unterscheiden. Die unspezifische Abwehr kämpft gegen alles Körperfremde. Dies können Krankheitserreger oder Fremdstoffe sein. Das unspezifische Abwehrsystem ist angeboren! Die spezifische Abwehr wird vom Organismus erworben. Sie richtet sich gezielt gegen unterschiedlichste Angreifer. Dieses Abwehrsystem ist "lernfähig" und kann "Feinde" wieder erkennen. Dies zum Beispiel nutzt die Medizin bei der Technik des Impfens. Das Abwehrsystem lernt den Gegner erst kennen, um dann für den Fall eines Angriffs durch Anpassung und Bildung spezieller Abwehrmechanismen für genau diesen Gegner "gewappnet" zu sein.

Das komplizierte Gesamtsystem basiert also auf einer unspezifischen und spezifischen Abwehrkonstruktion. Zelluläre und nicht-zelluläre Wirkmechanismen haben einen insgesamt hochkomplizierten Entwicklungsstand erreicht. Dieses außerordentlich wirkungsvolle System ist leider auch störanfällig. Je komplizierter die Systemeinheiten sind, desto schwieriger gestaltet sich jedoch die Fehlersuche bei möglichen Störungen oder Funktionsverlusten.


Diagnostische Fragestellung


Leidet ein Patient unter ständig wiederkehrenden Infekten, so möchte der betreuende Arzt wissen: Liegt eine "Störung" mit Funktionsschwäche oder gar Funktionsverlust vor? Kann eine solche Störung ggf. beseitigt werden?
Muss das Immunsystem eventuell unterstützt oder gestärkt werden? In diesem Zusammenhang kann es bereits wertvoll sein zu wissen, ob die entscheidenden und laborchemisch messbaren Parameter und Funktionseinheiten normal sind.


Das Laborprogramm


Es würde jeden praktikablen Kostenrahmen sprengen, alle Laborwerte und Funktionsparameter in diesem Zusammenhang zu bestimmen.
Basierend auf langjährigen Erfahrungen und aktuellen Forschungsergebnissen unter Berücksichtigung der Kosten wurde ein Untersuchungsprofil Immunstatus zusammengestellt. Dieses kann wesentliche Funktionsstörungen erfassen und grundlegende Informationen für ein mögliches therapeutisches Konzept geben. Für den betroffenen Patienten und behandelnden Arzt sollte zumindest sichergestellt werden, dass keine ernste Erkrankung wie z. B. beginnende Leukämie, eine HIV-Infektion (Aids) oder eine toxische Schädigung des Knochenmarks die Infektanfälligkeit auslöst.


Der Kostenrahmen


Trotz Beschränkung der Analytik auf die notwendigsten Parameter zur Beurteilung der Funktionsfähigkeit unseres Immunsystems entstehen sehr hohe Kosten von über 200 €. Dies macht klar, warum die gesetzlichen Krankenkassen finanzielle Probleme sehen, wenn solche Untersuchungen angefordert werden. Sie werden von den Kassen nur bezahlt, wenn der Patient bereits erkrankt ist, nicht aber als Vorsorgeuntersuchung. In diesem Spannungsfeld aber steht Ihr betreuender Arzt, welcher handeln möchte. Er könnte Stärkungsmaßnahmen für das Immunsystem verordnen, bevor ernste Erkrankungen den Organismus bedrohen. Erforderlich für eine solche Untersuchung ist eine Blutabnahme aus der Armvene des Patienten zur Gewinnung von Serum und EDTA-Vollblut.

Im Speziallabor wird danach das so genannte "große Blutbild" erstellt. Es dient der Beurteilung der unterschiedlichsten Abwehrzellen und deren Anzahl. Spezielle Färbungen für mikroskopische Diagnostik sind unter Umständen erforderlich. Die Funktionstüchtigkeit des abwehrzellproduzierenden Knochenmarks wird geprüft. Fragestellung: Frühform einer Leukämie (Blutkrebs); Schädigung des Knochenmarkes durch chemische Stoffe oder Medikamente etc?

Die für die gezielte zelluläre Abwehr entscheidenden Lymphozyten lassen sich aber selbst durch komplizierteste Färbungen mikroskopisch nicht voneinander unterscheiden. Es sind hochkomplizierte labortechnische Techniken zur Differenzierung von Oberflächenmerkmalen und zur Beurteilung der Funktion erforderlich.

Die Immunglobulinuntersuchung ermöglicht eine Beurteilung der Zellverbände, welche die unterschiedlichen Antikörper produzieren. Der gesunde Organismus hat in der Regel ausreichende Reserven. Diese gilt es zu beurteilen. So hat die auf Antikörpern beruhende Abwehr des Immunglobulin A sowie der Untergruppen der Immunglobulin-G-Fraktionen besondere Bedeutung.

Erhöhte Infektneigung ist oftmals Folge einer geschwächten Abwehrfunktion. Diese kann jedoch gestört sein durch Fehlfunktionen im Immunsystem, im spezifischen wie auch im unspezifischen System. In allen Bereichen kann eine Störung vorliegen bzw. eine Schwäche bestehen.
Es gibt Maßnahmen, das Abwehrsystem zu stärken: Aufbauspritzen, biologische Aufbauinfusionen, orthomolekulare Therapieverfahren, Thymuskur etc.




Bitte sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gern!

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