
Lieber Patient,
ähnlich wie bei den Wechseljahren der Frau erfährt auch der männliche Organismus nach Erreichen des 40. Lebensjahres eine schleichende und (für viele Männer unmerkliche Hormonumstellung. Testosteron, das biologisch wichtigste männliche Geschlechtshormon, fällt bereits nach dem 20. Lebensjahr kontinuierlich ab. Bei ca. 20 % der 60jährigen Männer lässt sich im Blut ein echter Testosteronmangel nachweisen. Die individuell großen biologischen Schwankungsbreiten können zu sehr unterschiedlichen Symptomen führen. Bei einigen Männern werden subjektiv "Wechseljahre" empfunden, da Leistungsfähigkeit und Spannkraft nachlassen. Neben allgemeiner Lustlosigkeit, begleitet oft von bisher nicht gekannten depressiven Verstimmungen, wird eine Umverteilung von Muskelmasse hin zu Fetteinlagerungen, objektiv nachlassende Muskelkraft bis zur Leistungseinschränkung beobachtet.
Auch andere Organsysteme werden vorn Rückgang der Hormonspiegels beeinflusst. Es handelt sich um sehr komplexe ineinander greifende Regelmechanismen. Wichtige Funktionen neben Testosteron haben weitere Hormone, Hormonvorstufen und Eiweißträgersubstanzen. Es sind dies DHEA-S (Dehydroepiandrosteron-Sulfat), FSH (Follikel-stimulierendes Hormon), LH (Luteinisierendes Hormon), SHBG (Sexualhormon-bindendes Globulin), TSH (Schilddrüsenstimulierendes Hormon).


Vom Mann sehr frühzeitig und oftmals außerordentlich verunsichernd werden "Vorboten" bzw. Symptome der Andropause wahrgenommen: 
 | Nachlassen der Libido
|  | unterschiedlich ausgeprägte Erektionsstörungen (erektile Dysfunktion)
|  | massive Potenzstörungen |

Die sich daraus häufig entwickelnden zwischenmenschlichen Konflikte können für den Mann eine deutliche Einschränkung der Lebensqualität nach sich ziehen. Oftmals fühlt er sich mit diesem vermeintlich heiklen Thema alleingelassen. Auch Frauen zeigen mangels entsprechender Information nicht immer Verständnis.
In einer solchen Situation muss auch nach weiteren Faktoren gefahndet werden: versteckte Zuckerkrankheit, fortgeschrittene Arteriosklerose, Nikotinabusus, erhöhter Alkoholkonsum, Stress. Sehr entscheidend und oftmals substitutionspflichtig kann aber auch ein objektiver Hormonmangel-Zustand sein, welcher durch Behandlung mit Testosteron-Pflastern zu beheben wäre. 

Erst wenn all diese Faktoren und möglichen Störungen erfasst oder ausgeschlossen wurden (einschließlich Hormonstatus!), ist ein Einsatz von Viagra (oder vergleichbaren Substanzen) unter ärztlicher Anleitung und Kontrolle vertretbar.
Es sind aber immer wichtige Kontraindikationen zu beachten, um alle vermeidbaren Risiken auszuschließen. Hormonsubstitution ist sinnvoll - und möglich, bedarf jedoch sorgfältiger Indikation und Überwachung. Erforderlich zur Diagnostik ist für den Patienten eine Blutabnahme aus der Armvene.
Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gern. 

Gesamttestosteron Wichtigstes männliches Geschlechtshormon. Sinkt bereits nach dem 20. Lebensjahr kontinuierlich. Etwa 20 % der 60jährigen haben einen echten Mangel. Behandelt werden kann dieser durch Injektionen oder Pflaster. Die Substitution wirkt einer Osteoporose entgegen und führt zum Aufbau von Knochenmasse, verstärkt die Körperkraft und senkt den Körperfettgehalt.
DHEA-S Ist ein wichtiges Vorhormon, aus welchem Testosteron und Östradiol gebildet werden. Anti-Aging-Experten halten es für das wichtigste Steuerungsinstrument im Verlauf des Alterungsprozesses.
Östradiol Erhöhte Spiegel können Hinweis geben, dass im Grenzbereich liegende Testosteronspiegel bereits körperliche Auswirkungen haben können.
FSH Bei erniedrigten Testosteronwerten gibt die Konzentration differentialdiagnostische Hinweise auf die Ursache einer Unterfunktion
TSH Zeigt eine ggf. "schleichende" Unterfunktion der Schilddrüse an.  |