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Parodontitis - ein Risikofaktor für Atherosklerose?


Molekulargenetische Untersuchungen


Inhaltsverzeichnis

Molekulargenetische Untersuchungen

Analytik

Genetische Risikofaktoren für Thrombophilie

Faktor V

Faktor II (Prothrombin) 

Methylentetrahydrofolat-Reduktase

Hämochromatose  

HLA-Determinanten und Krankheitsassoziationen

HLA-B27

HLA-DRB1 (shared epitope) bei Rheumatoider Arthritis

Prädispositionsallele für Zöliakie

Prädispositionsallele für Laktose-Intoleranz

Alpha-1-Antitrypsin

Apolipoprotein E (ApoE)

Apolipoprotein B-100 (ApoB)

Kontakt


Genetische Risikofaktoren für Thrombophilie


Intensive Forschungsanstrengungen in den letzten Jahrzehnten führten zu weitreichenden Kenntnissen über die Physiologie und Pathophysiologie der Blutgerinnung. Besonders in jüngster Zeit gewonnene Erkenntnisse, die aus der Anwendung molekularbiologischer Methoden resultierten, brachten maßgebliche Fortschritte für das Verständnis des Blutgerinnungssystems. Dies wird insbesondere deutlich auf dem Gebiet der Thrombophiliediagnostik, wo die im folgenden beschriebenen molekularbiologischen Analysen einen wesentlichen Beitrag zur Beurteilung einer genetischen Disposition für Thrombophilie liefern.

Zur Erstellung eines molekulargenetischen Risikoprofils für Thrombophilie bietet sich nach dem gegenwärtigen Stand der Forschung der Nachweis von Polymorphismen in folgenden Genen an:


Faktor V
Faktor II (Prothrombin)
Methylentetrahydrofolat-Reduktase (MTHFR)

Jeder angeführte Polymorphismus in heterozygoter Form bedingt für sich betrachtet bereits ein deutlich gesteigertes Thrombophilierisiko für die betroffenen Patienten. Bei Homozygotie oder gemeinsamer heterozygoter Präsenz eines prädisponierenden Basenaustausches im Faktor II- und Faktor V-Gen steigert sich das Risiko jedoch zusätzlich noch um ein Vielfaches. Gleichzeitig besteht eine durch Studien belegte Tendenz, daß bei Vorhandensein eines molekulargenetischen Risikofaktors für Thrombophilie parallel einer oder mehrere weitere Prädispositionsfaktoren vorhanden sein können. Bei familiär gehäuftem Thrombophilierisiko ist gleichzeitig zu bedenken, daß diese Merkmale nach den Mendelschen Gesetzen der Vererbungslehre weitergegeben werden und dementsprechend auch bei Verwandten ersten und zweiten Grades präsent sein können.

Alle im folgenden beschriebenen Analysen eignen sich als prognostische Parameter für Thromboseneigung und können auch unter oraler Antikoagulation durchgeführt werden. Aufgrund ihrer verzahnten Effekte empfiehlt sich eine simultane Genotypisierung im Faktor II- und Faktor V-Gen, bei entsprechender Indikation zusätzlich eine Untersuchung auf Vorliegen der C677T-Mutation im MTHFR-Gen.