


Auch beim alternden Mann kommt es zu hormonellen Veränderungen, die sich im Gegensatz zu den Wechseljahren bei der Frau allerdings über einen längeren Zeitraum hinziehen und weniger ausgeprägt sind.
Diese Veränderungen betreffen sowohl die Sexualhormone als auch andere hormonelle Systeme (Wachstumshormon, Schilddrüse, Nebenschilddrüse und Nebenniere).
Nachlassende Leistungskraft, depressive Verstimmung, Muskelschwund, Abnahme der Knochendichte, Libido- und Potenzverlust können Folge eines Hormonmangels sein.
Hormonmangelzustände können durch Hormonbestimmungen im Blut nachgewiesen und wenn möglich durch gezielte Hormongabe ausgeglichen werden.
Sicher nachgewiesen ist der positive Effekt einer Testosteron-Substitution bei nachgewiesenem Testosteron-Mangel (unter 350 ng/dl bzw. 12 nmol/l) oder erniedrigtem Anteil des wirksamen freien Testosterons. Die Hormonzufuhr kann durch Testosteron abgebende Pflaster über die Haut erfolgen.
Der Sexualhormon-Status kann anhand der Bestimmung der folgenden Hormone abgeklärt werden: 

(Sexual-Hormon-bindendes Globulin, zur Erfassung des wirksamen freien Testosteron-Anteils)
Wenn eine Testosterongabe geplant ist, sollte auch das PSA bestimmt werden, da bei Hinweisen auf ein mögliches okkultes Prostatakarzinom keine Testosterongabe erfolgen sollte. Auch unter der Testosteroneinnahme sollte PSA regelmäßig bestimmt werden.
Eine umfassendere Abklärung kann auch die folgenden Hormonbestimmungen einschließen: 
 | Prolaktin
|  | DHEAS
|  | Androstendion
|  | Östradiol
|  | Östron
|  | Dihydrotestosteron |

Auskunft über die Funktion der Nebenniere gibt die Bestimmung des "Stress-Hormons" 
 | Cortisol (Tagesprofil) |
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