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Liebe Patientin, lieber Patient,
Darmkrebs gehört bei frühzeitiger Erkennung zu den wenigen Tumorerkrankungen, welche sicher geheilt werden können. Leider muss festgestellt werden, dass der Darmkrebs eine der Hauptursachen der Krebssterblichkeit in der westlichen Welt ist. Dies veranlasst trotz Notwendigkeit zum Sparen sogar die gesetzlichen Krankenkassen, ab dem 45. Lebensjahr eine Krebsvorsorge einmal pro Jahr zu bezahlen. Trotz "leerer Kassen" wird dieser Vorsorgetest von Ihrer Kasse weiterhin empfohlen und finanziert. Die Ursachen einer Häufung dieser Krebsart in der westlichen Welt gegenüber Naturvölkern wird bei uns in den schlechten Ernährungsgewohnheiten gesehen. Sie prägen immer mehr das moderne Leben: wenig Ballaststoffe wie Obst und Gemüse. Dafür Kalorienbomben wie Pommes, Majo, Fastfood, Schokolade und zur Haltbarmachung chemisch bearbeitete und teils bestrahlte Nahrung. Wer holt noch frisches Gemüse aus dem eigenen Garten? 

Obwohl bei uns der Darmkrebs eine der Hauptursachen der Krebssterblichkeit ist, wird von der Möglichkeit einer kostenlosen Vorsorge wenig Gebrauch gemacht. Seit Jahren weiss man, dass sich Dickdarmkrebs schon viele Monate bis Jahre vor seiner Entstehung durch sogenannte "Polypen" im Darm ankündigt. Diese sind zunächst gutartig und entarten erst später. Es ist also wichtig, diese Vorstufen sicher zu erkennen. Zum Nachweis kolorektaler Tumore wird im Rahmen der derzeitigen Früherkennungsprogramme der GKV ein Test auf occultes (verborgenes) Blut im Stuhl eingesetzt. Es handelt sich um den sogenannten Briefchentest (Hämoccult/Hämofec). Hier wird eine kleine Stuhlmenge auf Filterpapier aufgetragen und anschließend mit einem chemischen Reagenz "betröpfelt". Ein solcher Test kostet eine Arztpraxis im Einkauf ca. 1,50 bis 2 € und kann nach kurzer Anleitung von jedem "Auszubildenden" in den Praxisräumen durchgeführt werden. Dieser Test ist leider wenig zuverlässig. Da hilft auch eine korrekte Anwendung nicht viel. So muss der Patient 3 Tage vor dem Test und 3 Tage während des Tests bestimmte Nahrungsmittel meiden, da der Test nicht zwischen menschlichem und tierischem Blut aus der Nahrung unterscheiden kann. Es entstehen viele falsch-positive Befunde, welche zu Verunsicherung führen und Belastungen durch eine nachfolgende Darmspiegelung oder Röntgenuntersuchung des Darm nach sich ziehen. Aktuelle wissenschaftliche Studien zeigen, dass bei 2.885 untersuchten Personen mit erfassten fortgeschritennen Neoplasien (Darmtumoren) nur 23,9 % Hämoccult-positiv waren. Die Sigmoidoskopie (Spiegelung von Mastdarm und Sigma-Darm bis in ca. 60 cm Tiefe vom Anus gemessen) entdeckte 70,3 % der fortgeschrittenen Neoplasien. Im Gesamtergebnis werden ca. 24 % der fortgeschrittenen Darmkrebserkrankungen nicht erkannt, obwohl ein Hämoccult-Test und eine zusätzliche Teiluntersuchung des Dickdarms durchgeführt wurden. 

Vor allem die hohe Unsicherheit und die häufig falsch-positiven Befunde haben die Forschung veranlasst, nach sicheren Nachweismethoden zu suchen. Dies ist gelungen und in wissenschaftlich groß angelegten Studien bewiesen. Es existiert mittlerweile ein verbesserter immunologischer Stuhltest. Zum Einsatz gelangen Antikörper, welche um ein vielfaches genauer speziell menschliche Blutbestandteile erfassen. Dieser Test hat den Vorteil, dass man an einem Tag aus zwei unterschiedlichen Stellen vom selben Stuhlgang Proben entnehmen kann. Darüber hinaus kommen bei extrem hoher Empfindlichkeit so gut wie keine falsch-positiven Resultate mehr vor (weniger als 1 Patient von 100 Patienten).
In verschiedenen Studien wurde gezeigt, dass der immunologische Stuhltest auch sehr viel mehr große Polypen (häufig Vorstufe des Darmkrebses) erkennt als der Briefchentest. Der immunologische Test ist in der laborchemischen Durchführung erheblich aufwändiger und wird nur in spezialisierten Laboratorien durchgeführt. Er verursacht dadurch erheblich höherer Kosten.
Großer Vorteil für Sie: eine Diät ist nicht erforderlich.
Sollten Sie sich für den immunologischen Vorsorgetest mit der heute maximal zur Verfügung stehenden Sicherheit entscheiden, so müssen Sie diese Untersuchung leider selbst bezahlen. 
Bitte sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne.
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