




Östron (E 1) wird bei der fertilen Frau nur zu ca. 45 % im Ovar gebildet, zu ca.5 % in der Nebennirenrinde und zu 50 % im extraglandulären Gewebe (hauptsächlich im Unterhautfettgewebe) aus der Aromatisierung von Androstendion.
Bei Patientinnen mit Hirsutismus, PCO-Syndrom und Übergewicht findet man z.T. hohe, wenig fluktuierende (starre) E 1-Konzentrationen im Blut. Oft ist das Feedback auf die hypophysäre LH- und FSH-Sekretion gestört, was den hohen LH : FSH - Quotienten erklärt.
In der Postmenopause werden sowohl E 1 und E 2 im Ovar als auch E 1 in der Nebennierenrinde nur noch geringfügig (meist nicht meßbar) produziert. Das verfügbare E 1 stammt fast ausschließlich (95%) aus Androstendion.
Postmenopausale Frauen können folglich trotz niedriger Östradiol(E2)-Spiegel hohe E 1-Konzentrationen im Blut aufweisen; dies verringert den Bedarf einer Östrogen-Ersatz-Therapie.


Das Hauptöstrogen der fertilen Frau korreliert mit den Zyklusvariationen und der Ovarfunktion.
E 2 ist in der Postmenopause meist nicht meßbar erniedrigt. 

Östriol kommt in klinisch bedeutenden Mengen nur in der Schwangerschaft vor. Es ist ein wichtiger Laborparameter in der Triple-Diagnostik (Down-Syndrom). 

Durchführung:
Blutentnahme vor und 30 und 60 min. nach ACT-Injektion (z. B. 1 Ampulle Synacthen® [25 I.E.] oder 1 Ampulle Acethropan® [20 I.E.], i. v.) morgens beim nüchternen Patienten, zur 17-OH-Progesteron-Bestimmung (jeweils 0,5 ml Serum einsenden).
Normalbereich: 17-OH-Progesteron steigt bei Gesunden auf < 2,6 μg/l an, bei Heterozygoten auf 2,6 - 12 μg/l, beim AGS auf > 12 μg/l. 

Durchführung: Blutentnahme vor und 30 und 60 min. nach LH-RH-Injektion (100 μg bei Erwachsenen und 25 μg bei Kindern, rasch i. v.) zur LH- und FSH-Bestimmung (je 1 ml Serum einsenden).
Normalbereich: Basalwerte im Referenzbereich, Anstieg von LH um das 4-6fache, von FSH um das 2-3fache des Basalwertes. Bei HVL-Insuffizienz fehlender oder stark verminderter Anstieg von LH und FSH; beim PCO-Syndrom LH basal erhöht, LH-Stimulationswerte erhöht, Quotient LH: FSH > 2.


Durchführung: Blutabnahme vor und 30 min. nach Injektion von Metoclopramid 10 mg i. v. zur Bestimmung von Prolaktin (je 0,5 ml Serum).
Normalbereich: Nach Metoclopramid bis 6500 mE/l, überschießend bei latenter Hyperprolaktinämie. 

| Untersuchung |
3. - 5. ZT |
13. - 14. ZT |
18. - 21. ZT |
| FSH |
x |
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| LH |
x |
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| Östradiol |
x |
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| Progesteron |
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x |
| Prolaktin |
x |
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x |
| Testosteron |
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x |
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| SHBG |
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x |
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| DHEAS |
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x |
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